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Icon10.09.2016 16:06 by NanaKrustofski

Escape Gaming: qojqva und KheZu im Interview

imageSeit Mitte diesen Jahres treten fünf Spieler unter dem Banner der eSport-Organisation Escape Gaming in der professionellen Dota-2-Szene an. Die junge Mannschaft schaffte es sogar bis ins International. Wir hatten die Möglichkeit mit den zwei deutschen Spieler Max 'qojqva' Bröcker und Maurice 'KheZu' Gutman zu sprechen und konnten fragen, wie zufrieden sie mit dem Start ihres neuen Teams sind - und wie sie zu ihrem Captain Troels 'syndereN' Nielsen stehen.


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scene.de: Hallo Max, du bist seit Jahren Teil der professionellen Dota-2-Szene, hast aber 2015 eine vorübergehende Pause eingelegt. Seit Anfang des Jahres bist du wieder aktiv. Wie zufrieden bist du mit dem Neustart?

qojqva: Mit dem Neustart bin ich sehr zufrieden. Anfangs nach meiner Pause spielte ich zunächst nur Pubs, doch schon noch nach kurzer Zeit kam ich wieder gut ins Spiel rein und die Motivation kam schnell zurück. Was das Team angeht bin ich zwar zufrieden, doch hätte mir natürlich gewünscht, dass wir beim TI besser abschneiden würden, aber wir sind ja noch ein sehr junges Team.

Wie ist es mit syndereN als Captain zu spielen? Er ist bekannt für seine Analysen und sein theoretisches Wissen. Gibt es deshalb Unterschiede in der Spielweise oder in der Vorbereitung von Matches im Vergleich zu deinen vorherigen Teamkameraden und Teams?
Mit synderen als Captain war es anfangs nicht ganz leicht, da er Zeit gebraucht hat, um wieder ins Spiel zu kommen und auch die Captain-Rolle braucht viel Erfahrung. Doch man merkt nach und nach, wie er sich immer wohler darin fühlt. Konkrete Unterschiede gibt es eigentlich nicht. Man muss seinem Captain und dessen Ansichten als Gruppe vertrauen, sonst wird man nicht gewinnen.

Es gibt verschiedene Wege zu trainieren, zum Beispiel theoretische Vorbereitungen und Replays zu analysieren, oder von anderen Spielern zu lernen oder einfach selbst aktiv so viele Matches wie möglich zu spielen. Auf was davon fokussierst du dich am meisten?
Ich bin eher der Typ, der versucht so viel wie möglich zu spielen. Vor allem in meiner Rolle ist das sehr wichtig. Normalerweise erkenne ich Fehler in dem Moment, indem ich sie mache und muss daher nicht das ganze Replay schauen. Jedoch schaue ich Replays von anderen Spielern, hauptsächlich meiner Rolle, und schaue, was sie besser beziehungsweise anders machen.


»Ich habe große Hoffnungen und auch Erwartungen an das Team«


Gibt es einen Spieler, der dein Vorbild ist oder dich stark inspiriert?

Ich denke mein Lieblingsspieler wäre MVP.QO. Ich finde es faszinierend ihm zuzuschauen. Obwohl er nicht viele Helden spielt, die ich auch spiele, habe ich viel von ihm gelernt. Ich hoffe, dass er weiterhin auf Turnieren zu sehen ist.

Wie sehen die weiteren Pläne mit Escape Gaming aus?
Es wird bei uns keine Veränderungen innerhalb der Spieler geben. Gerade machen einige von uns noch Urlaub, mich eingeschlossen, aber danach werden wir wieder viel trainieren. Wenn wir uns weiterhin in dem Tempo verbessern wie vor dem TI, dann habe ich große Hoffnungen und auch Erwartungen an das Team.

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Hallo Maurice, es ist noch nicht mal ganz ein Jahr her, dass du von HoN zu Dota 2 gewechselt bist. Wie ist es in der professionellen Dota-Szene zu spielen? Hatte dies starke Veränderungen zur Folge, die vielleicht sogar dein Privatleben betroffen haben?

KheZu: Ich persönlich mag es sehr in der professionellen Szene zu spielen, da ich mich immer mehr verbessern möchte und das geht natürlich am besten, wenn man andauernd gegen gute Teams spielt. Dota hat schon Auswirkungen auf mein Privatleben, aber nichts Neues, da ich es schon sehr von HoN gewohnt bin, dass ich sehr viel Zeit investiere.


Da sich sicherlich auch die Trainingsumstände etwas geändert haben: Trainiert ihr in einem Teamhaus oder kannst du trotz allem noch genug Zeit zuhause mit Freunden und Familie verbringen?

Wir trainieren immer noch meistens zuhause, aber kurz vor großen Turnieren und Qualifiern, wie zum Beispiel dem TI gehen wir alle zusammen in Dortmund bootcampen.

Einige der professionellen HoN-Spieler sind recht früh zu Dota gewechselt, du hingegen vergleichsweise spät. Gab es dafür tiefere Gründe?

Ich mochte und mag HoN immer noch sehr. Ich hatte einfach sehr viel Spaß daran und hatte auch noch ein klein wenig Hoffnung, dass es vielleicht doch noch besser werden könnte. Aber leider kam dann die Zeit, in der ich merkte es bringt nichts mehr und ich sehe keine Steigerung.


»Dass wir es durch die Wildcard geschafft haben, hat mir unglaublich viel bedeutet.«


Ihr habt es geschafft, euch via Wild Card für das International zu qualifizieren und konntet Platz 13 bis 16 der weltbesten Dota-2-Teams belegen. Glückwünsch dazu. Was für eine Erfahrung war es, beim größten Dota-Turnier der Welt mitzuspielen?
Danke erst einmal. Das TI war eine super Erfahrung, die ich auf jeden Fall nicht vergessen werde und oft daran denken werde. Die Atmosphäre, die Fans, die Spiele, die ganzen Leute zu sehen und kennenzulernen und überhaupt mit Freunden miteinander die Spiele anschauen und mitzufeiern. Das war schon super krass. Und natürlich, dass wir es durch die Wildcard geschafft haben, hat mir unglaublich viel bedeutet.

Wie bewertest du eure Performance beim TI und wo lagen eure größten Schwierigkeiten?

Ich persönlich bin mit uns als Team zufrieden, aber mit mir selber eher weniger. Ich dachte und denke immer noch, dass ich viel besser spielen kann und zum Glück hab ich jetzt Zeit, um zu trainieren für die weiteren Turniere. Unsere größten Schwierigkeiten lagen bei uns selbst, ganz einfach. Unseren eigenen Style zu finden und nicht gegen uns selbst verlieren.

Gibt es jemanden, mit dem du mal gerne in einem Team spielen würdest?
Es gibt unglaublich viele Leute, mit denen ich gerne mal spielen würde, da ich sehr viele Leute in der Dota-Szene bewundere und respektiere.

Hast du noch Zeit für Fußball und sonstige Hobbys?
Fußball spiele ich eigentlich gar nicht mehr, leider. (lacht). Ich finde die Zeit dazu nicht. Und zu meinen sonstigen Hobbys: Ich bin oft mit meinen Hunden und Katzen zuhause oder draußen, oder schau mir Serien an, wenn ich mir mal die Zeit dazu gebe.

Wie sehen deine Zukunftspläne aus, könntest du dir vorstellen, noch einige Jahre im Bereich Esports zu arbeiten oder verfolgst du auch andere Karrierepläne?
Ich kann mir definitiv vorstellen längere Zeit im Esports-Bereich zu bleiben. Ich genieße meine Zeit sehr und bin ein Genießer im Moment. Aber ich bin ein sehr spontaner Mensch und plane nicht alles, das heißt, es könnte durchaus passieren, dass ich auf einmal keine Lust mehr habe und etwas andere mache, aber naja, das weiß man ja nie.

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Fotos: Escape Gaming
Quellen: Escape Gaming
Nana 'NanaKrustofski'
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